Zwei Tage "DFOMT-Spezial", vom 15.-16. Februar 2019 mit Martin Moog-Egan, Schmerz


Liebe DFOMT-Mitglieder, sehr geehrte OMT´ler anderer OMT-Lehrinstitute!

 

Wir freuen uns Ihnen/Euch das kommende DFOMT-Spezial ankündigen zu dürfen!  

 

Ihr Thema wird sein:

Erweiterter Ansatz zur Arbeit mit chronischen Schmerzpatienten – Ressourcen fördern und Belastungen abbauen

 

Kursinhalte:

Diese Fortbildung richtet sich an Therapeuten, Ärzte, Psychologen, Pflegepersonal die ihren klinischen Ansatz mit chronischen Schmerzpatienten erweitern wollen. Langanhaltende Schmerzpatienten können eine therapeutische und persönliche Herausforderung für alle medizinischen Berufsgruppen sein. Häufig führen therapeutische/medizinische Maßnahmen nicht zu den erwarteten Ergebnissen, und der Schmerz scheint unerklärbar und unproportional zu den objektivierbaren Befunden zu sein.

 

Sowohl wegen seiner spezifischen physiologischen Mechanismen, als auch sekundären physischen und psychosozialen Konsequenzen hat die International Association for the Study of Pain (IASP)propagiert dass anhaltende Schmerzen als eine ‚eigenständige Krankheit’ klassifiziert werden sollten (EFIC, 2001). Wie bei anderen chronischen Krankheiten braucht es deswegen eine fundierte Aufklärung, sowie Motivation und Anleitungen zum Selbstmanagement. Dieses setzt eine entsprechende Anpassung des konzeptionellen Denkmodells zu Schmerzen sowie eine Reform der therapeutischen Herangehensweise voraus.

 

Obwohl Forschungsergebnisse einen bio-psycho-sozialen Ansatz unterstützen, halten sich häufig strukturell orientierte, bio-medizinisch angelegte Therapieverfahren. Dabei gibt es mittlerweile überzeugende neuro-endokrino-immunologische Argumente für ein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Schmerzmanagement Konzept um die jeweiligen individuellen körpereigenen Ressourcen und homöostatischen Schutzsystemen des Körpers zu stärken. 

 

Dieser Kurs bezieht sich auf aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse aus dem Bereich der Grundlagenwissenschaften und klinischen Forschung um einen vertieften Einblick in sowohl akute als auch chronische Schmerzmechanismen zu ermöglichen. ‚Schmerzen besser zu verstehen‘ ist die Basis für ein neurobiologisch angelegtes ‘clinical reasoning’ um im multidisziplinärem Team gezielt über den Einsatz von passiven Maßnahmen und aktiven Bewegungsübungen zu entscheiden. Zusätzlich dazu werden vereinzelte Schmerzmanagement Strategien aus der Kognitiven Verhaltenstherapieund Kommunikationsstrategien zur Verständnis- & Motivationsförderung unterrichtet.

 

Ziele:
Sie aktualisieren Neurobiologische Grundlagen zu Schmerzmechanismen 

 

Sie üben eine individuell angepasste Schmerzedukation 

 

Sie lernen eine an die Salutogenese angespasste Auftragsklärung und Zielsetzung zu formulieren 

 

Sie üben den Einsatz von kognitiv-verhaltenstherapeutischen Strategien (z.B. Pacing/Graded Activity)

Sie lernen ausgewählte Assessments kennen um den Verlauf eines Selbstmanagement Programms zu dokumentieren

 


Für diese Fortbildung werden 15 FP vergeben. 


Martina Moog Egan


Kurz-Vita

 

Martina Egan Moog, PT, Post Grad Manip Ther, MSc.

Martina arbeitet momentan als PT in einem interdisziplinären, ambulanten Schmerzmanagement Program (Precision Ascend: https://www.precisionhealth.com.au/healthcare-services/multidisciplinary-clinics/precision-ascend-program/program-information/) und in der Triage (multidisziplinaere Untersuchung) am Barbara Walker Centre for Pain Management (https://www.svhm.org.au/health-professionals/aged-and-community-care/health-independence-program/barbara-walker-centre-for-pain-management) sowie als Dozentin der LaTrobe Universität in Melbourne. 

 

Sie ist aktive Mitarbeiterin im Arbeitskreis „Schmerz und Bewegung“ der Dt. Schmerzgesellschaft und mitverantwortlich für die Entwicklung, Evaluation und Prüfung des Curriculums „spezielle Schmerzphysiotherapie“. 

 

Ursprünglich aus der Manuellen Therapie kommend, hat sie 1996-1999 zuerst ein Postgraduate Diploma in Manipulative Therapy und im Anschluss daran den Master of Science zum Thema ‚‚Schmerzmechanismen und psychologische Faktoren bei chronischen Schleudertrauma Patienten’ (Moog, M. et al. (2002). The late whiplash syndrome – a psychophysical study. European Journal of Pain, 6: 283-294) an der Curtin Universität in Perth absolviert. Im Anschluss daran folgten mehrere Jahre klinische Arbeit im Rahmen des interdisziplinären kognitiv-verhaltenstherapeutischen Schmerzmanagement Programms am Schmerzforschungsinstitut der Universität Sydney deren Konzept sie seitdem im klinischen Alltag begleitet.

 

Seit 18 Jahren unterrichtet und publiziert sie national und international zu den Themen Schmerzwissenschaften und Integration von kognitiv-verhaltenstherapeutischen Strategien im Rahmen einer Bewegungstherapie. Seit 2003 ist sie Instruktorin im Team der NOI (Neuro-Orthopädisches-Institut, Adelaide: www.noigroup.com) und verantwortlich für die deutsche Übersetzung der englischen Ausgabe von ‚Schmerzen verstehen‘ und des Protectometers. 

 

Der verständliche Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Schmerzforschung in den Praxisalltag ist Ihr ein wichtiges Anliegen.

 

 

Kontakt:

Email: martina.egan.moog@gmail.com

Tel: +61 459 560 753

43 Hampden Road

Armadale, VIC, 3146

Australien

 


Zur Kursanmeldung geht es hier entlang!